Fototipps 2 von Stefan Pfander
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Fotografieren mit dem verfügbaren Licht. Es gibt gute Gründe, nicht nur mit der narrensicheren "grünen" Programmautomatik zu fotografieren. Denn die hätte bei den schwachen Lichtverhältnissen dieses Motivs vollautomatisch den Blitz zugeschaltet und die stimungsvolle Athmosphäre des Kerzenlichts zerstört. Die Aufnahme habe ich aus freier Hand belichtet. Die Empfindlichkeit stellte ich wegen des schwachen Lichts auf 1600 ISO ein. Brennweite 55 mm, voll geöffnete Blende 5.6. Belichtungszeit 1/40 sec. Nachträglich habe ich die Aufnahme im Photoshop etwas aufgehellt. |
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Eine lange Verschlusszeit macht die Bewegung im Bild sichtbar. Diese Aufnahme vom Skogafoss bei Skogar in Südisland entstand ca. 22 Uhr abends im Isländischen Sommer (August). Nach dem gleichen Prinzip entstanden auch die beiden Aufnahme in den "Narrows" und in der "Left Fork of North Creek" im Zion National Park in Utah/USA. Aufnahmezeit war der späte Nachmittag. Die Empfindlichkeit war auf 100 ISO eingestellt. Bei einer Abblendung auf Blende 22 zeigte der Kamerabelichtungsmesser eine Verschlusszeit von ca. 1/2 sec. an. MIt dieser Belichtungszeit ergibt sich im Vordergrund bereits ein schöner Verwischeffekt im fliessenden Wasser. Damit der Hintergrund mit den Bäumen auf dem Bild scharf erscheint, drückte ich in einem möglichst windstillen Moment auf den Auslöser. Die Kamera stand auf dem Stativ. |
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Zoomen während des Auslösens kann zu mehr Dynamik im Bild führen.
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Hier zwei Bilder vom gleichen Motiv. Den ganzen Unterschied macht die unterschiedliche Belichtungszeit. Gerade in Fällen, wo wir es mit Bewegung in einem Motiv zu tun haben, spielt die eingestellte Verschlusszeit für das Bildergebnis eine entscheidende Rolle. Aufnahme oben: Weil der Fotograf kein Stativ dabei hatte, legte er die Kamera auf einem Zeitungsständer auf. Damit wurden trotz der langen Belichtungszeit alle Bildinhalte, die nicht in Bewegung waren, scharf abgebildet.
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Welche Party (oder welches Party-Bild) macht Sie mehr an? Aufnahme oben: Aufnahme unten: |
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Bildern nachträglich auf ein neues Format zuschneiden. Die Felsen der Katatjutas im Australischen Outback waren in der untergehenden Sonne für einen kurzen Moment perfekt beleuchtet. Zeit für eine ein langes Einstellen der Kamera blieb da keine. Das Zoom-Objektiv war auf einer Weitwinkeleinstellung. Ich belichtete das Motiv bei bei ISO 200 aus freier Hand auf Blende 7.1, wodurch sich eine Belichtungszeit von 1/170 sec. Diese Belichtungszeit war schnell genug, dass man es - eine ruhige Hand vorausgesetzt - dann nicht mit Unschärfen im Bild zu tun hat, die auf die Eigenbewegung der Kamera zurückzuführen sind. Schon bei der Aufnahme hatte ich die Idee, aus diesem Motiv später im Photoshop einen Panoramaausschnitt zu nehmen, auf dem die etwas störende Fahrspur im Bildvordergrund dann nicht mehr sichtbar ist. Beide Bildformate haben ihre eigene Wirkung. |
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Die digitale Fotografie fordert uns geradezu dazu heraus, auch spielerisch zu fotografieren und in uns den Fotokünstler zu entdecken. Schliesslich geht Probieren über Studieren. Im Kameramonitor können wir uns ja das Ergebnis gleich ansehen und löschen, wenn wir mit dem Resultat unzufrieden sind. Dieses Bild entstand auf Hawaii, spätabends in einer rabenschwarzen Lavalandschaft. Die Kamera stand auf dem Stativ. ISO 800, Blende 6.7, Belichtungszeit 30 Sekunden. Während der Verschluss der Kamera offen war, bewegte ich mich mit einem roten Tuch in der Landschaft und beleuchtete das Tuch mit meiner Taschenlampe. Dabei achtete ich darauf, dass das Licht der Taschenlampe nur das Tuch beleuchtete und nicht direkt in die Kamera zündete. |
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![]() Foto: Stefan Pfander/Terra |
Werden Sie "Dirigent" Ihrer Bilder. Die Sonne stand im Rücken. Ich platzierte die mit einem Weitwinkel-Objektiv bestückte Spiegelreflex-Kamera auf einem Stein und stellte die ermittelte Belichtungszeit und Blende im Modus "M" (Manuell) ein. Denn wenn die Sonne von hinten übers Sucherokular in die Kamera scheint, beeinflusst dies die Belichtungsmessung einer Spiegelreflexkamera wie direktes Gegenlicht. Dann betätigte ich den Selbstauslöser und kauerte so vor meine Kamera, dass nur mein Schatten im Bild sichtbar war. Ohne meinen eigenen Schatten als "Überraschungselement" wäre dieses Bild nur halb so wirkungsvoll. |
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Scharf auf Unschärfe. Wir legten im Studio Geldscheine auf einen schwarzen Hintergrundkarton, montierten die Kamera auf dem Stativ. |
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Wenn Sie das Zusammenspiel von Blende und Verschlusszeit und das Prinzip der Tiefenschärfe verstanden haben, halten Sie einen wichtigen Schlüssel zur kreativen Fotografie in der Hand. Die Aufnahme der Computer-Tastatur ist nicht gerade ein Beispiel kreativer Fotografie, aber sie zeigt perfekt, wie sich die Schärfe im Bild mit zunehmender Abblendung "ausdehnt". Der fokussierte Punkt war in beiden Aufnahmen der gleiche. Die Schärfe im unteren Bild entstand alleine durch das Abblenden auf Blende 16. Schauen Sie sich beide Bilder in der Vergrösserung an. Grundsatz: Mit dem dem zunehmenden Abblenden der Blende erhöht sich die Tiefenschärfe im Bild. Mit einer möglichst offenen Blende (z.B. 2.8) kann man den fokussierten Punkt vom Vorder- und Hintergrund isolieren. Bei einer möglichst geschlossenen Blende dagegen (z.B. 16) nimmt die Schärfe hinter und vor dem fokussierten Punkt erheblich zu. |
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Mein Labor-Tipp: Das Fotolabor Belcolor in Ebnat-Kappel vergrössert digitale und analoge Aufnahmen mit sehr hohem Qualitätsanspruch. |




















