Anregungen zum Thema Fotografie
Analoge Kameras gehören der Vergangenheit an. Entscheiden Sie sich bei einem Neukauf für eine Digitalkamera. Alles andere ist Nostalgie.
8 Megapixel reichen für anspruchsvolle digitale Präsentationen, ja selbst für Grossvergrösserungen längstens aus. Am idealsten ist ein Objektiv, das vom Weitwinkel- bis in den leichten Telebereich reicht.
Meine Empfehlung: Kaufen Sie die Kamera in einem Fachgeschäft oder bei jemandem, der Ihnen auch eine fachmännische Beratung anbieten kann. Gerade der Kauf einer Spiegelreflexkamera macht eigentlich nur dann Sinn, wenn Sie die wichtigsten Funktionen dieses Gerätes auch kennen und wissen, was die Kamera macht, wenn Sie auf den Auslöser drücken. Ob Kompaktkamera oder digitale Spiegelreflexkamera - bei beiden Systemen entscheidet letztlich das Auge des Fotografen.
Ich reise heute mit einer 10 oder 12 Millionen-Pixel-Spiegelreflexkamera. Eine kleine Kompaktkamera ist zusätzlich für die "schnellen" spontanen Bilder dabei und sofort einsatzbereit. Die Kompaktkamera verfügt ebenfalls über eine Videofunktion, die ich of auch einsetzen, um Originalton bzw. ein bisschen "Geräuschkulisse" für die spätere Verwendung in einer Vortrags-Show aufzuzeichnen. Solche Videos oder auch nur der Ton können problemlos in Wings-Platinum-Präsentationen eingebaut werden, selbst in die kostenlose Basic-Version.
Für den "seriösen" Job kommt die Spiegelreflexkamera zum Einsatz. Ich vertraue auf die Technik und nehme aus Gewichtsgründen im Regelfall nicht noch ein zweites Kameragehäuse mit. Bei einem Ausfall würde ich damit leben, zur Not nur noch mit der Kompaktkamera fotografieren zu können. Ich habe vor zehn Jahren einen Systemwechsel von Leica zu Canon vollzogen und fahre mit dieser Marke ausgezeichnet. Das Material hat sich als extrem zuverlässig erwiesen.
Wenn man sich auf eine Kamera mit einem Objektiv beschränkt, ist das Risiko einer Verschmutzung des Digitalchips durch Staub sehr gering, da man das Objektiv nicht wechseln muss. Gerade in Wüstengebieten kann dies sehr relevant sein.
Wer nicht in der Reportage, sondern in einem Spezialgebiet der Fotografie (z.B. Tier-, Sport- oder hochqualitative Naturfotografie) tätig ist, ist selbstverständlich nach wie vor auf den Einsatz spezialisierten Equipments angewiesen und erzielt mit ihm die besten Ergebnisse.
Profis und ambitionierte Hobbyfotografen geben einem Spiegelreflex-System den Vorzug geben, weil dieses gegenüber "normalen" Kompaktkameras eine bessere Motiv- und Tiefenschärfekontrolle ermöglicht. Immer kleinere und kompaktere Spiegelreflex-Systeme liegen voll im Trend.
TIPP: Ein sehr kompaktes System hat Canon mit dem EOS450D Set 18-55mm auf den Markt gebracht. Der Brennweitenbreich ist attraktiv und reicht vom Weitwinkel bis in den mittleren Telebereich. Mit über 10 Millionen Pixel hat die Kamera eine so hohe Auflösung, dass im Nachhinein auch problemlos in kleinere Ausschnitte hineingezoomt werden kann, wodurch in der Projektion der Teleeffekt herbeigezaubert werden kann. Durch den Zukauf eines weiteren Objektivs hat man dann bereits umfangreichste Möglichkeiten.
Wer mit seiner Kamera vor allem Landschaften fotografiert, kann die Bildqualität durch den Einsatz eines Statives merklich steigern, da dadurch eine absolut verwackelungsfreie Aufnahme und damit eine optimale Wiedergabe feinster Motivdetails möglich wird. Im Regelfall genügt es, ein kleines, leichtes Stativ mitzunehmen. Wer Aufnahmen ab Stativ belichtet, sollte den Bildstabilisator am Objektiv ausschalten.
Der in fast allen Kameras eingebaute Blitz taugt für die meisten Standard. Wer einen Blitz zukauft, kommt besonders in Situation mit flauen Lichtverhältnissen zu besseren und brillanteren Ergebnissen. Beim Kauf des Blitzes macht es Sinn machen, wenn man ein Verlängerskabel gleich dazukauft. Man kann dann mit der rechten Hand die Kamera mit aktiviertem Autofokus bedienen (ist heute ja uch keine Gewichtsfrage mehr), während man den Blitz mit der linken Hand von der Seite, von unten oder oben her einsetzen. Daraus ergeben sich spannendere Bilder als mit dem Frontallicht des aufgesetzten oder in die Kamera eingebauten Blitzes. Bei einem seitlich eingesetzten Blitz kommt es auch weniger zum "rote Augen"-Effekt, da das Blitzlicht nicht frontal auf die Pupille fällt.
Daran denken, die Bilder sollen später Geschichten erzählen. Fotografieren Sie deshalb eine Szene vielseitig von der Gesamtansicht bis ins Detail. Zoomobjektive kommen Ihnen dabei sehr entgegen. Lassen Sie aber, wenn Sie die Bilder als digitale Präsentation zeigen möchten, um das Hauptmotiv herum auch Raum. So können Sie später wirkungsvoll ins Bild hereinzoomen. Wenn Sie 6, 8, 10 oder gar 12 Millionen-Pixel-Kamera haben, können Sie die Bilder direkt in der modernen Bildpräsentationssoftware Wings Platinum präsentieren und haben ausserdem die Möglichkeit mit Zoom-Bewegungen Details Ihrer Aufnahmen hervorzuheben.
Seien Sie aber nicht faul und suchen Sie den richtigen Ausschnitt nicht nur, indem Sie auf der Kamera hin- und herzoomen. Wenn Sie also auf dem Vorplatz einer Kathedrale stehen, bewegen Sie sich auf dem Platz. fotografieren Sie nicht nur Fassadenausschnitte, sondern suchen sie Gesamtperspektiven. In guten Gesamtansichten gibt es meistens einen gezielt gewählten Vorder- Mittel- und Hintergrund.
Denken Sie daran, dass Sie nicht nur schöne Einzelbilder brauchen, sondern auch solche, mit denen Sie später bei der Präsentation Übergänge schaffen lassen. Detailaufnahmen eigenen sich dazu oft besonders gut. Oder: Wenn Sie Ihre Produktion zum Beispiel "Der Himmel über Namibia" nennen, dann fotografieren Sie diesen Himmel in allen Varianten, wie sie ihn erleben. Und schon haben Sie später die Möglichkeit, die einzelnen Schauplätze ihrer Schau auseinanderzuhalten, indem Sie das letzte Bild einer Sequenz immer wieder in ein "Himmelbild" überblenden.
Die digitale Fotografie bietet den Vorteil, dass das fotografische Resultat auf dem Display erscheint und beurteilt werden kann. Löschen Sie "missglückte" oder fehlbelichtete Bilder, bevor Sie die Daten von der Kamera auf einen Computer oder ein Speichermedium übertragen. Damit bleibt Ihnen ein späteres Aussortieren erspart. Haben Sie Zweifel, ob ein Bild brauchbar ist oder nicht, löschen Sie es nicht und sehen Sie es sich zuerst auf einem richtigen Computermonitor im Grossformat an. Wenn die Aussage eines Bildes stimmt, kann man oft auch mit gewissen Mängeln leben (z.B. Verwackelung). Die Bilder können Sie dann direkt, das heisst, ohne spezielle Nachbearbeitung in einem Bildbearbeitungsprogramm, im Wings Platinum übernehmen. Natürlich lassen sich Bilder im Photoshop optimieren oder auch gezielt verändern, wodurch sich eine Präsentation qualitätativ durchaus noch steigern lässt.
Spontanes und intuitives Fotografieren macht Spass und Sinn. Trotzdem sollte man sich regelmässig fragen: Weshalb mache ich dieses Bild? In welchem Zusammenhang werde ich es später allenfalls verwenden? Nehmen Sie ein Motiv auf unterschiedliche Weise ins Visier, verändern Sie ihren Standpunkt und bücken Sie sich, während Sie mit dem Auge durch den Sucher oder auf den Display blicken. Stellen Sie sich bewusst die Frage: Wie wirkt das Motiv besser?
Probieren Sie verschiedene und auch unkonventionelle Perspektiven aus. Fotografieren Sie nicht immer von "oben herab". Sie erzeugen zum Beispiel bei Kindern, mehr Intensität, wenn Sie sich auf Augenhöhe begeben. Oder fotografieren Sie mal ganz unauffällig, ohne dass der oder die Fotografierte es bemerken und ohne dass Sie die Kamera ans Auge halten. Oft entstehen dabei die besten Bilder, weil gar nichts gestellt oder verstellt ist. Missglückt das so entstandene Bild, ist es ja sofort gelöscht.
Machen Sie zu einer Szene von gleichen Standpunkt aus auch mal eine ganze Serie von Bildern im Abstand von wenigen Sekunden (zum Beispiel gestikulierende Menschen). Sie können später diese Szene in einer Überblendfolge zum "Leben" erwecken.
Zu den klassischen Fehlern gehört, dass Motive oft zu sehr eingemittet werden. Das passiert vielen deshalb, weil der Fokussierpunkt oft in der Mitte des Suchers aktiviert ist. Also: Zuerst die Schärfe richtig einstellen (was meistens durch ein Andrücken und Gedrückhalten des Auslösers geschieht), dann das Motiv richtig komponieren und den Auslöser durchdrücken. Weitwinkelaufnahmen bringen Dynamik ins Bild. Menschen im Vordergrund wirken viel präsenter.
Wer fotografisch eher unerfahren ist, jedoch mit einer Kamera arbeitet, die genügend Pixel hat (ab 5 Megapixel ist man, wie gesagt, voll dabei), kann den Bildausschnitt später in einer Bildbearbeitungssoftware oder im direkt im Wings Platinum (setzt Modulversion mit Xtra-Modul voraus) problemlos optimieren.



